Gynäkomastie, Lipomastie, Mastodynie und Hyperprolaktinämie

Gynäkomastie, Lipomastie, Mastodynie und Hyperprolaktinämie – Welches sind die Unterschiede?

Zahlreiche Männer leiden unter unnatürlich und mitunter schmerzhaften Veränderungen der Brust. Neben eventuell auftretenden Schmerzen, spielt vor allem der psychische Leidensdruck bei derartigen Erkrankungen eine Rolle.
Die verschiedenen Arten, die sich in unterschiedlicher Form auf die männliche Brust auswirken, werden in GynäkomastieLipomastieMastodynie und Hyperprolaktinämie unterschieden.

Bei der Gynäkomastie handelt es sich um eine meist hormonell bedingte unnatürliche Vergrößerung der Brustdrüsen und des umliegenden Gewebes,das den visuellen Eindruck einer weiblichen Brust erzeugt, was für die Betroffenen natürlich beschämend ist. In der jüngsten Vergangenheit haben einige Studien ergeben, dass Gynäkomastie auch vermehrt bei Männern auftritt, die Bodybuilding betreiben und entsprechende Präparate einnehmen.
Bei der Lipomastie handelt es sich zwar ebenfalls um eine Vergrößerung der Brust eines Mannes. Diese ist aber nicht auf eine hormonelle Störung zurückzuführen, sondern auf eine Fettansammlung, die oftmals als Folge beziehungsweise in Verbindung mit Übergewicht und Fettsucht auftritt. Aktuelle Studien haben ergeben, dass jeder zweite Mann von der Lipomastie betroffen ist, die im Volksmund auch Fettbrust genannt wird. Bei der Lipomastie tritt bei Männern ein deutliche Brustansatz auf, der sowohl beidseitig, mitunter aber auch lediglich einseitig auftreten kann.

Die Lipomastie ist rein äußerlich nur schwer von der Gynäkomastie zu unterscheiden. Allerdings ist bei der Lipomastie das Brustdrüsengewebe nicht tastbar, weshalb in diesem Zusammenhang auch häufig der Begriff Pseudogynäkomastie verwendet wird. Letztlich kann nur ein Fachazt diagnostizieren, ob es sich bei einer unnatürlichen Vergrößerundg der Brust eines Mannes um Lipomastie oder Gynäkomastie handelt.
Mastodynie, also ein mit Schmerzen begleitetes Spannungsgefühl in der Brust, tritt zwar wesentlich häufiger bei Frauen auf, allerdings können auch Männer von Mastodynie betroffen sein, insbesondere wenn sie übergewichtig sind und zusätzlich unter Gynäkomastie leiden oder wenn eine hormonelle Störung vorliegt. In den meisten Fällen treten die Schmerzen der Mastodynie in beiden Brüsten auf, es kann aber auch lediglich eine Seite der Brust betroffen sein. Mastodynie kann durch Hormonbehandlungen, Gynäkomastie, in seltenen Fällen durch eine Zyste, Brustkrebs und bestimmte Medikamente hervorgerufen werden.
Die Absonderung einer milchigen Flüssigkeit aus der Brust, tritt sowohl bei Frauen als auch gelegentlich Männern auf, die unter Hyperprolaktinämie leiden.

Dabei befindet sich dauerhaft zu viel Prolaktin im Blut. Bei Männern die unter Hyperprolaktinämie leiden, treten häufig Potenzstörungen, Unfruchtbarkeit und ein vermindertes sexuelles Verlangen auf, da durch die Erkrankung die Produktion von Testosteron im Körper reduziert wird, wobei es sich um das wichtigste männliche Sexualhormon handelt.
In jedem Fall sollte bei Veränderungen und Beschwerden in der Brust, ein Facharzt konsultiert werden.

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